Respektvoll Miteinander im Öcher Bösch

Unseren Öcher Bösch nutzen wir gemeinsam

Worum geht es?

Der Aachener Wald lädt viele Menschen zu den unter-schiedlichsten Aktivitäten ein. Trotz des gemeinsamen Interesses in der Natur Ausgleich und Erholung zu finden, kommt es gelegentlich zu Konflikten. Das passiert bevor-zugt dann, wenn man das Verhalten anderer Nutzergrup-pen nicht versteht oder geltende Regeln und Gesetze nicht kennt. Wir wollen hiermit diese Informationslücken schließen.

  • Wir begegnen einander respektvoll!

  • Wir respektieren die Natur!

  • Wir nehmen Rücksicht auf Wildtiere!

  • Wir bleiben nur auf Wegen!

  • Wir nehmen unseren Müll mit!

  • Nachts überlassen wir den Wald den Waldbewohnern!

Gesetzestexte, freundlich und verständlich aufbereitet

Die Waldnutzung:

Was ist erlaubt und was schadet?

Unser Wald ist kein rechtsfreier Raum. Gesetze und Vorgaben regeln aus gutem Grund unser Verhalten im Wald, zum Schutz der Umwelt und der Waldbesucher. Wir alle profitieren davon. Aber die Inhalte der Forst- und Naturschutzgesetze oder der Reitwegeregelung sind nicht jedem bekannt. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Inhalte für Sie zusammengefasst.

Betretungsverbote gelten für Forstkulturen, Forstdickungen und andere geschützte Waldbereiche. Gesperrte Waldwege und Waldflächen sind tabu (z.B. Gefahr bei der Holzernte). Wenn Sie den Wald befahren wollen, müssen Sie dies vom Forstamt genehmigen lassen. Dies gilt auch für Kutschen. Davon ausgenommen sind Räder und Rollstühle.

Radfahren ist ausschließlich auf Straßen und festen Wegen erlaubt. Die Tiere und  Pflanzen im Wald und seine Bewirtschaftung dürfen nicht gestört werden. Der Wald darf nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt werden. Es dürfen keine ungenehmigten Trails angelegt werden.

Reiten im Stadtgebiet Aachen ist ausschließlich auf gekennzeichneten Reitwegen und Reitbanketten gestattet: weißer Reiter auf blauem Hintergrund. Für andere Nutzer sind diese Wege gesperrt – Unfallgefahr! Das Reiten und Führen von Pferden ist ausschließlich mit gültigen Reitplaketten und aktuellem Jahresaufkleber erlaubt. Die Plaketten müssen auf beiden Seiten des Pferdes gut sichtbar angebracht sein. Pferde dürfen auf allen Wegen geführt werden.

Zu Fuss ist Ihnen das Betreten des Walds in aller Regel – auf eigene Gefahr – gestattet. Hunde dürfen auf Waldwegen grundsätzlich frei laufen. In Naturschutzgebieten müssen sie jedoch angeleint werden.

Veranstaltungen wie z.B. organisierte Radtouren, Fuchsjagden, Wettkampfveranstaltungen, kommerzielle Waldführungen, etc., müssen Sie bei der Forstbehörde rechtzeitig (ca. 6 Wochen) vorher anzeigen. Bitte beachten Sie diese Regeln, egal ob als Wanderer, Reiter oder Radfahrer. Die Interessen der Waldbesitzer und die Erholung anderer müssen geschützt bleiben. Wenn wir alle ein wenig Rücksicht nehmen, ist die Erholung im Aachener Wald und der Schutz seiner Tiere und Pflanzen gesichert.

Wer nutzt den Wald? Und wie?

Der Aachener Wald bietet uns alles, aber keinem von uns etwas Ausschließliches! Wir respektieren die gegenseitigen Beweggründe und Ansprüche an den Waldbesuch und haben Verständnis für das jeweilige Tun des Anderen.

WIR PFLEGEN EINEN FREUNDLICHEN UND HÖFLICHEN UMGANG MITEINANDER!

  • Als Spaziergänger möchten wir Ruhe und Entspannung finden.
  • Als Sportler lieben wir das Training an der frischen Luft und genießen die Eindrücke des Waldes.
  • Als Naturfreunde möchten wir seine Idylle, seine Natürlichkeit und seine Schönheit bewahren.
  • Als Kinder gibt es unendlich viel zu entdecken und zu erleben.
  • Als Hundebesitzer freuen wir uns mit unseren Vierbeinern über die Bewegung im Grünen.
  • Als Forstleute ernten wir den Rohstoff Holz, aus dem wertvolle Gebrauchsgegenstände oder Wärme erzeugt werden.
  • Als Jäger leisten wir einen Beitrag zur Hege, Pflege und Regulierung unseres Wildbestandes.

Funktion des Waldes

Der Wald erfüllt vielfältige Funktionen: Erosions-, Klima-, Wasser-, Artenschutz, Erholung, Heimat unserer Wildtiere und ist Lieferant nachwachsender Rohstoffe. Jegliches Befahren oder Betreten abseits der für die entsprechende Nutzergruppe vorgehaltenen Wege führt zu Bodenverdichtung, Bodenerosion,Verdrängung der Baum- und Krautschicht und zur Beunruhigung unseres Wildes.

Wildtiere im Öcher Bösch
Auch wenn man sie nur selten oder gar nicht sieht, sind sie dennoch im Aachener Wald zu Hause – unsere Wildtiere. Das Wild hat gelernt, dass von Mensch und Hund auf dem Weg selten Gefahr ausgeht. Weichen wir aber von diesen Verhaltensmustern ab, geraten Wildtiere unter Stress und verlassen ihren Rückzugsraum fluchtartig.

Wir nehmen unseren Müll mit!

Unser Wald ist ein unersetzbares Gut, das von allen Waldnutzern bewahrt werden soll! Daher ist es selbstverständlich, dass wir unseren Müll wieder mitnehmen. Wir sind Vorbild, auch für unsere Kinder!

JEDER NUTZE SEINEN WEG!

Mountainbiker: Straßen und feste Wege sowie den Bikepark Dreiländereck des Geländefahrrad Aachen e.V.

Reiter: Reitwege und Reitbankette.

Läufer, Wanderer, Radfahrer, Spaziergänger : ausgeschilderte Wanderwege und Waldwege.

Forstmaschinen: Festgelegte Rückegassen und Waldwege.

Weitere Infos zu diesem Thema und der Initiative „Respektvoll Miteinander im Öcher Bösch“

Telefon (Gemeindeforstamt der Stadt Aachen):

0241 432-36620

Mit freundlicher Unterstützung von:

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